Das Blow-By-Gas
als Indikator

FEV-BlowByRate ermittelt den Motorzustand anhand der Blow-By-Gasmenge

8. Juni 2015 | Software & Testing Solutions

Einfache Ermittlung des Zustands von Ventilführungen, Kolbenringen, Kolben und Zylinderwand ohne Demontage des Motors: Möglich macht dies das FEV BlowByRate-Messsystem. Es bietet Rückschlüsse auf mögliche Verschleißerscheinungen durch Messung der Blow-By-Gasmenge. Blow-By-Gase gelangen aus dem Zylinder über Undichtigkeiten – beispielsweise an Kolben, Kolbenringen und Ventilführungen – oder durch die Lager und Lagerdichtungen in das Kurbelgehäuse und entweichen über die Kurbelgehäuseentlüftung. Zu- oder Abnahme der Gasmengen lassen auf Beschädigungen, eingelaufene Kolbenringe oder Ablagerungen schließen. Die frühzeitige Erkennung von Veränderungen im Motor verkürzt Versuchszeiten und vermeidet größere Defekte am Versuchsträger.


Kontinuierliche Messungen, einfache Datenverarbeitung

Das FEV-BlowByRate arbeitet nach dem Wirkdruckprinzip. Dabei wird das Blow-By-Gas durch ein Messrohr geleitet, in dessen Mitte sich eine „Blende“ befindet. Abhängig von der Blow-By-Gasmenge erzeugt diese eine durchflussabhängige Druckdifferenz, die von einem Differenzdrucksensor erfasst und in der Auswerteelektronik verarbeitet wird.
Die Messergebnisse werden über eine RS232-, eine USB-Schnittstelle oder auch über Analog-Kanäle ausgegeben. Um zu verhindern, dass die Drift des Differenzdrucksensors das Messergebnis beeinflusst, sind zwischen Blendenmessrohr und Drucksensor zwei Magnetventile geschaltet, die einen automatischen Nullabgleich ermöglichen. Hierzu werden die Sensoreingänge des Differenzdrucksensors in regelmäßigen Abständen auf Umgebung geschaltet, wobei der Zeitraum zwischen zwei Nullabgleichen einstellbar ist. Dank einer hohen Qualität entfällt jedoch ein häufiger Nullabgleich, was kontinuierliche Messungen über längere Betriebszeiten ermöglicht.


BlowByRate_Diagramm_EN

 

Robust, betriebssicher und genau

Das FEV-BlowByRate zeichnet sich durch einen robusten, betriebssicheren Aufbau sowie genaue Blow-By-Messung aus – trotz der im Blow-By-Gas mitgeführten Verunreinigungen. Für den eingestellten Messbereich lassen sich auf dem Gerätedisplay der aktuelle Blow-By-Wert, der eingestellte Messbereich sowie eventuelle Systemmeldungen ablesen. Eine Messbereichsauswahl ist über Folientasten möglich. Zudem ist FEV BlowByRate einfach durch den Betreiber zu kalibrieren und ein etwaiger Blendenwechsel kann werkzeuglos erfolgen.

 

Einsatzzwecke von Blow-By-Messungen:

  • Motorenentwicklung: Optimierung des Bereichs Kolbenring, Kolben und Zylinderwand
  • Motorenproduktion: überdurchschnittliche Abweichungen der Blow-By-Menge weisen in der Regel auf Fertigungsfehler hin
  • Motoreninstandsetzung: Einfache Beurteilung über den Einlauffortschritt durch Monitoring der Blow-By-Menge
  • Stationärmotoren: Frühzeitige Anzeige von Veränderungen und somit Vermeidung größerer Defekte


Erhältliche Systemkomponenten für
das FEV-BlowByRate-Baukastensystem:

  • Auswerteeinheit
  • Messrohr mit Blende
  • Montageplatte
  • Schwingungsdämpfer
  • Verbindungsschläuche zwischen Messrohr und Schwingungsdämpfer
  • Adapterteile zwischen Messrohr und Verbindungsschlauch
  • optionaler Drucksensor zur Messung von Kurbelgehäusedruck, Saugrohrunterdruck, Differenzdruck Δp Saugrohr /Kurbelgehäuse

FacebookTwitterXINGLinkedInWhatsAppBuffer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.