Mehr als die Summe der Einzelteile

FEV erweitert weltweite Engineering-Kapazitäten durch Übernahme von D2T

11. Juni 2015 | Corporate

Die FEV GmbH hat den französischen Test Systems- und Engineering-Dienstleister D2T Powertrain Engineering S.A übernommen. Im Rahmen einer feierlichen Vertragsunterschrift wurde der Zusammenschluss am 24. März 2015 besiegelt. Somit übernimmt die FEV GmbH die Geschäfte von D2T in Frankreich, den Tochterunternehmen in Deutschland, China und den USA sowie die Beteiligungen in Südkorea und Japan. Mit diesem strategischen Schritt weitet FEV als renommierter Entwicklungsdienstleister für Antriebs- und Fahrzeugtechnologien seine weltweite Expertise und Kapazitäten signifikant aus.



„Als führender Dienstleister verfügt FEV über ausgewiesene Kompetenz bei der Entwicklung und Nutzung vielfältiger Antriebsstrang-Technologien. Wir sind froh, in der FEV einen starken und innovativen Partner gefunden zu haben, der selbst über ein globales Netzwerk und namhafte Kunden verfügt“, so Eric Lafargue, CEO von IFP Investissements, im Rahmen der Vertragsunterschrift. Für FEV stehen bei diesem Schritt insbesondere die internationalen Kunden und ihre Anforderungen im Fokus. Diese wird FEV durch gestiegene Kapazitäten bedarfsgerechter begleiten können. Mit SPECTRUM sprach Professor Pischinger über die Auswirkungen der Übernahme auf den Engineering-Bereich beider Unternehmen sowie über die Vorteile für die weltweiten Kunden.



Herr Professor Pischinger, was waren die Beweggründe, die Sie zur Übernahme von D2T motiviert haben?

Nachdem wir 2013 den Bereich Elektronik- und Fahrzeugtechnik durch die Übernahme von DGE Inc. entscheidend ausgebaut haben, verstärken wir uns nun erneut. D2T verfügt nicht nur über Produkte und Services, die sich nahtlos in unser Leistungsspektrum einreihen. Auf dem anhaltenden internationalen Wachstumskurs der FEV Gruppe profitieren wir auch von den erweiterten Entwicklungskapazitäten, und können so der steigenden Nachfrage in den unterschiedlichen Regionen der Welt besser begegnen. Wichtig ist: Wir werden die Marke „D2T“, auf die die weltweiten Kunden vertrauen, weiterführen. Die Standorte von D2T werden wir zukünftig durch Investitionen stärken und ausbauen.

 

Prof. Stefan Pischinger - Motor

Professor Stefan Pischinger erklärt die Vorteile und Auswirkungen der D2T-Übernahme auf Kunden sowie das Engineering-Geschäft beider Unternehmen

 

Stichwort Kundenbedürfnisse: Können Sie den Kundennutzen kurz zusammenfassen?

FEV und D2T verfügen jeweils über jahrzehntelang gewachsene Expertise in der Entwicklung von Antriebslösungen. Durch den Zusammenschluss erweitern wir die jeweiligen Kompetenzen und können gleichzeitig auf größere, weltweit aufgestellte personelle Ressourcen zurückgreifen. Wir bieten so Entwicklungsleistungen in unmittelbarer Nähe unserer Kunden auf der ganzen Welt und können unsere Lösungen gemäß spezifisch regionaler oder internationaler Standards anpassen. Auch länderübergreifende Großprojekte können nun noch effizienter abgewickelt werden.

 

Sicherlich werden im D2T-Kernland Frankreich die Veränderungen am stärksten spürbar werden…?

… In der Tat. Durch den Zusammenschluss von D2T und FEV erhalten der französische Markt und die französischen Standorte für die FEV ein neues Gewicht. Mit diesem Schritt werden FEV und D2T zu einem führenden Anbieter von Engineering-Dienstleistungen auf dem französischen Markt. Herr Nadim Andraos, bisheriger Leiter von FEV Frankreich, hat die Gesamtverantwortung übernommen. Zukünftig konzentrieren wir uns auf die Standorte Trappes und Rouen, in die wir investieren, sowie auf die Repräsentanzen bei den französischen OEMs.

 

Inwiefern hat dies Auswirkungen auf Ihre Kapazitäten und Kompetenzen in Frankreich? Oder anders gefragt, was werden D2T und FEV gemeinsam besser können?

Bereits die nüchternen Zahlen machen die Verstärkung deutlich: In Frankreich betreibt D2T an den Standorten Trappes bei Paris und Rouen 15 Motorprüfstände, einen Rollenprüfstand und fünf Batterieprüfstände. Weltweit beschäftigt D2T mehr als 450 Mitarbeiter, davon rund 400 in Frankreich. Zudem ergänzen sich – gerade in Frankreich – unsere Kompetenzschwerpunkte: Während FEV in der Vergangenheit vermehrt schlüsselfertige Test Systems-Lösungen angeboten hat, lag der Schwerpunkt bei D2T auf Simulationen und Testing. Unseren gemeinsamen Kunden können wir dieses erweiterte Leistungsspektrum nun aus einer Hand anbieten. Gleichzeitig wenden wir dort, wo D2T und FEV Repräsentanten stellen, das „one face to the customer”-Prinzip an, um klare Verantwortlichkeiten und Ansprechpartner zu gewährleisten.

Wie stellen Sie trotz der veränderten Randbedingungen eine Kontinuität in der Entwicklungsarbeit und deren Qualität sicher?

Besondere Stärken von D2T und FEV liegen in den globalen Präsenzen, in der räumlichen und inhaltlichen Nähe zu unseren Kunden sowie in engen Kooperationen mit bedeutenden Forschungseinrichtungen, die es uns ermöglichen, neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung direkt in die Entwicklung mit einfließen zu lassen. Weiterhin werden wir auf dieses wichtige Alleinstellungsmerkmal beider Unternehmen bauen: Seit fast vier Jahrzehnten steht die FEV-Geschäftsführung und die gesamte FEV für eine große Nähe und enge Verzahnung mit der RWTH-Aachen. Auch D2T als Teil des IFP Energies nouvelles industrial vereinte bisher Forschung und Entwicklung hervorragend. Zukünftig werden wir die Kooperation mit beiden Einrichtungen suchen und weiterführen und somit unsere Entwicklungsdienstleistungen mit aktuellen Forschungsergebnissen optimieren.

 

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