Optimierte Effizienz

FEV-Prüfstände in Aachen erhalten neue Automatisierung

25. Februar 2017 | Software & Testing Solutions

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Die Prüfstände der FEV am Standort Aachen wurden einer umfangreichen Modernisierung unterzogen. Gegenstand des technischen Updates ist die Erneuerung der elektrischen und messtechnischen Ausstattung, der Konditionierungen sowie der Automatisierung von insgesamt zehn Motorenprüfständen.

Die Modernisierungsmaßnahme liefert durch eine Automatisierung auf modernstem Stand der Technik und durch die effiziente Vernetzung mit weiteren Systemen einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Effizienz der Prüfstände am Standort Aachen. Von dieser Effizienz profitieren die Kunden der FEV nachhaltig.

Leistungsfähige Automatisierung

Als Automatisierung der Prüfstände kommt die derzeit modernste Version des bewährten FEV-Automatisierungssystems und eine performante modellbasierte Regelung des FEV-Test Objekt Managers (TOM) zum Einsatz. Eine dynamische Modus-Umschaltung ermöglicht die Auswahl des geeigneten Modus innerhalb eines laufenden Testzyklus. So lassen sich transiente Drehmoment-/Drehzahl-Tests (M/n-Tests) optimal abbilden und der Schleppbetrieb bei dynamischen Zyklen wird verhindert. Durch eine direkte Kommunikation des TOM mit dem Motorsteuergerät kann der motoreigene Bremsbetrieb – wie er bei Nutzfahrzeugen durch Eingriff in die Ventilsteuerung häufig realisiert ist – mit hoher Dynamik fehlerfrei am Prüfstand dargestellt werden.

Um eine schnelle Interaktion zwischen Automatisierungssystem und Test Objekt Manager sowie zu weiteren externen Simulationssystemen zu gewährleisten, stehen leistungsfähige EtherCAT-Schnittstellen zur Verfügung. Das Automatisierungssystem bietet hierdurch weitreichend skalierbare Simulationsmöglichkeiten, beginnend mit einer einfachen systeminternen Road-Load-Simulation (RLS), einer TOM-internen modellbasierten Fahrer-/Fahrzeugsimulation (SIM) sowie darüber hinausgehend mit der Koppelung einer umfangreichen Simulationsumgebung, wie beispielsweise DSpace, IPG Carmaker oder xMOD.

Die intuitive grafische Definition von Prüfabläufen über den Test Schedule Manager (TSM), ein Device-Treiber-Konzept sowie die Variabilität der gewählten Parameternamen durch eine wahlweise Darstellung und Datenablage in der einheitlichen FEV-Namenswelt oder in einer beliebigen kundenspezifischen Namenswelt bieten weitere Vorteile hinsichtlich der Effizienz, der Systemkonfiguration und der Datenverarbeitung.

Integriertes Informationsmanagement

Sämtliche Prüfstandsautomatisierungen der FEV am Standort Aachen sind vollintegriert in ein Informationsmanagement-System. Dieses vernetzt die Informationen aus der Testplanung, die Betriebsdatenerfassung, das Messdatenmanagement sowie das Postprocessing der Daten. Als zentrales Werkzeug des Messdatenmanagements kommt die Versuchsdatenbank openMDM zum Einsatz, welche die Messgrößen wie beispielsweise aus der Applikationsumgebung, der gas- und partikelförmigen Emissionsmesstechnik, der Indiziermesstechnik und viele weitere Größen erfasst und zeitsynchron FEV-intern zur Verfügung stellt. Die Datenbank openMDM fungiert dabei als bidirektionale Kommunikationsplattform zwischen dem Prüfstandsbetrieb und der Entwicklung. Sie ermöglicht so eine effiziente Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen der FEV.

Vollständige Integration der FEV-Prüfstandsautomatisierung in das Informationsmanagement-System des Prüffelds

Vollständige Integration der FEV-Prüfstands- automatisierung in das Informationsmanagement-System des Prüffelds

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