Telematik-Absicherung 2.0

FEV-TST: Frühzeitige Absicherung von Telematiksystemen

28. September 2015 | Engineering Service

Internetradio, GPS, Fahrzeug-Apps, Smartphone-Verbindungen zum Fahrzeug: Die Vernetzung von Fahrzeugen ist nicht mehr länger Zukunftsmusik, sondern schon seit einigen Jahren zum Alltag geworden. Als führender Entwicklungsdienstleister begleitet FEV diese Technologien bereits seit ihren ersten Tagen und verfügt über fundiertes Know-how sowohl bei der Entwicklung als auch der Implementierung. Als wichtiges Werkzeug, um die zunehmend komplexen Telematiksysteme frühzeitig und schnell zu integrieren und abzusichern, hat FEV den sogenannten „Telematics System Tester“ (FEV-TST) entwickelt. Das Testsystem ermöglicht es, alle relevanten Signale und Daten in einer kontrollierten Umgebung zu simulieren oder aufgezeichnete Szenarien zu reproduzieren. Erfolgreiche Serienabsicherungsprojekte vernetzter Fahrzeugelektroniken zeigen: Der TST reduziert Zeit und Aufwand um bis zu 30 Prozent, was gerade vor dem Hintergrund zunehmend kürzerer Innovationszyklen wichtig ist.

„Im vernetzten Fahrzeug von heute und ganz sicher von morgen sind das Fahrzeug und das Internet miteinander verschmolzen und bieten dem Fahrer sowie den Fahrzeugherstellern ein weites Feld von zusätzlichen Anwendungsmöglichkeiten“, erklärt Thomas Hülshorst, Vice President Elektronik und Elektrifizierung bei der FEV. „Dabei werden unterschiedlichste Elektronikprodukte und Quellen innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs genutzt.“ Eine Absicherung der Telematiksysteme kann sich daher nicht mehr länger auf das Fahrzeug selbst beschränken. Vielmehr müssen Telematiksysteme im „End-to-End“-Kontext geprüft werden. Dies bedeutet, dass neben den Fahrzeugfunktionen auch alle weiteren beteiligen Dienste und Kommunikationsstrukturen, und somit die gesamte Informationskette, bei der Validierung berücksichtigt werden müssen. „Eine Systemabsicherung, die allen diesen Gesichtspunkten gerecht wird, kann wirtschaftlich nur durch den Einsatz automatisierter Testsysteme erfolgreich gemeistert werden“, resümiert Hülshorst.

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Komplexe Telematiksysteme

Mit dem FEV-Testsystem ist es möglich, die relevanten Signale und Daten in einer kontrollierten Umgebung zu simulieren. Hierzu zählen das Mobilfunknetz, GPS, Bluetooth und WiFi genauso wie die Nachbildung von Smartphone-Apps, Internet und Backend-Diensten. Der FEV-TST kann unterschiedlicher Szenarien für Mobilfunknetz- und GPS-Signale simulieren und so beispielsweise auch den Einfluss schwacher oder abgeschatteter Satellitensignale bereits im Labor beurteilen. „Mit FEV-TST kann das zu testende Telematiksystem in kürzester Zeit mit hunderten unterschiedlicher Szenarien beaufschlagt und bewertet werden“, so Hülshorst. „Eine zusätzliche Back-Office-Anwendung bildet die gesamte Informationskette in der Simulation ab“, so Hülshorst. „Eine derartige Kette kann beispielsweise einen Türöffnen-Befehl per Fernbedienungs-App auf dem Smartphone über den Empfang auf dem OEM-Portal und der Head-Unit bis auf den CAN-Bus umfassen.“

Frühzeitge Entwicklung

Da aktuelle Telematiksysteme im Durchschnitt aus drei bis zehn verschiedenen Komponenten unterschiedlicher Zulieferer bestehen, sind während der Entwicklung häufig nicht alle Teile zum gleichen Zeitpunkt verfügbar. Auch hier kann das FEV-TST die Entwicklung und Absicherung bereits in frühen Projektphasen unterstützen und das System trotz fehlender physischer Komponenten realitätsnah abbilden.

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