Gasgehalt im Schmieröl noch genauer bestimmen: Das neue FEV-Aero2meter

3. März 2015 | Software & Testing Solutions

Seit über einer Dekade bietet das FEV Aerometer eine zuverlässige und genaue Methode zur Bestimmung des Gasgehaltes im Schmieröl von Verbrennungsmotoren. Die Berücksichtigung sowohl der als Blasen dispergierten als auch der im Öl gelösten Gasanteile sowie die Normierung des Messergebnisses haben dieses Gerät zum Standard für die Analyse und Optimierung des Ölverschäumungsverhaltens in der Mechanikentwicklung vieler OEMs weltweit gemacht.

Wenngleich gut für bemannt gefahrene Analysen geeignet, verhindert das erforderliche „manuelle“ Ablesen und Eingeben des Skalenwertes am Ende des Messzyklus bislang die Anwendung der Gasgehaltsmessungen im unbemannten Prüfstandsbetrieb.

Abb. 1: FEV Aero2meter

Abb. 1: FEV Aero2meter

Um diese Lücke zu füllen, ist bei FEV das neue FEV Aero2meter entwickelt worden (Abb. 1). Unter Beibehaltung des absolut messenden Verfahrens wurde durch eine Neuentwicklung des Messzylinders sowie die Erweiterung um eine Kompressibilitätsbestimmung der bislang erforderliche „manuelle“ Ablesevorgang eliminiert. Hierdurch ist es nun möglich, Ölverschäumungsmappings im vollautomatisierten Betrieb zu fahren, oder die Messtechnik während der Dauerlauferprobung zur Aufzeichnung hochgenauer Ölverschäumungswerte einzusetzen.

 

Die deutliche Erweiterung der Einsatzgebiete eröffnet zum einen die noch detailliertere Analyse des Ölverschäumungsverhaltens von Motoren, zum anderen auch die Betrachtung von Veränderungen des Gasgehaltes beim Motorbetrieb während eines Dauerlaufs. Einflüsse des Ölwechselzeitpunktes, des variierenden Ölstandes sowie der wechselnden Ölverdünnung sind damit einfach detektier- und bewertbar. Die Integration in alle üblichen Prüfstandsautomatisierungssysteme ist aktuell über eine serielle Schnittstelle und das weit verbreitete AK-Protokoll umgesetzt.

 

Weitere Schnittstellen sind vorgehalten und sollen in den nächsten Softwareständen implementiert werden. Diese Änderungen, zusammen mit dem Entfall der bislang erforderlichen Druckluftversorgung, einer deutlichen Reduktion der Gerätegröße sowie der Erweiterung des Einsatzbereiches bis 150 °C Öltemperatur und bis zu 10 bar Öldruck, runden die Neuentwicklung ab. Um Ihre individuellen Anforderungen optimal erfüllen zu können, werden zukünftig beide Messgeräte von FEV produziert. Somit stehen wahlweise das bewährte „FEV Aerometer“ für bemannt gefahrene Analyse als auch das neue „FEV Aero2meter“ für den vollautomatisierten Betrieb zur Verfügung.

 

Dr. Kolja Orlowsky is working for FEV since 10 years and is an expert for engineering and powertrain
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