Moderne Prüffeldkonzepte

Lösungen für zukünftige Fahrzeug-Antriebsentwicklung

26. Februar 2015 | Software & Testing Solutions

Die aktuelle Entwicklung neuer Antriebssysteme für kommende Pkw-Fahrzeuggenerationen ist durch verschärfte Gesetzgebungsanforderungen, zunehmende System-Komplexität und Variantenvielfalt, weiter reduzierte Entwicklungszeiten aufgrund verkürzter time-to-market Forderungen, eine zunehmend begrenzte Zahl von Versuchsträgern (Prototyp-Erprobungsträger), steigenden Kostendruck usw. geprägt.

Dies bedeutet, dass die klassischen Vorgehensweisen bei der Fahrzeugentwicklung wie z.B. aufwendige Sommer und Winter-Erprobungsfahrten in der bisher praktizierten Form zukünftig nicht mehr durchführbar sind. Stattdessen müssen Entwicklungs- bzw. Erprobungsarbeiten vermehrt auf entsprechend ausgerüsteten Prüfständen bearbeitet werden, wobei heute bereits eine Bündelung unterschiedlicher Einzeltestprogramme auf einem Versuchsträger Stand der Technik ist. Für Konzeption, Gestaltung, Ausstattung und betriebliche Organisation zukünftiger Prüffelder ergeben sich damit eine Reihe von Anforderungen, denen die Prüffeldarchitektur gerecht werden muss. Dabei ist im Einzelfall zu definieren, ob ein Prüffeld hochspezifisch oder eher breit-funktional genutzt wird und ob der Fokus auf spezialisierte Einzeluntersuchungen oder mehr auf die hocheffiziente Laufstunden- Akkumulation auszulegen ist (Abb. 1). Aufgrund des hohen Investitionsaufwandes in Gebäude und technische Infrastruktur und der sich daraus ergebenden langen Abschreibungszeit entsteht die Forderung, ein Prüffeld schnell und einfach an wechselnde Prüfaufgaben anpassen zu können. Um dies zu realisieren, sind funktional gegliederte Grundstrukturen, modularer Aufbau sowie Reserven für wechselnde Ausrüstungssituationen und eine intelligent strukturierte Versorgungsinfrastruktur zu planen.

Über effiziente Prüffeld-Strukturen hinaus sind die Integrationsfähigkeit von realen Testprogrammen sowie die Simulation von Prüfling-Teilsystemen wichtige Teilaspekte moderner Prüffeldkonzepte. Die Echtzeitvernetzung von Einzelprüfständen mit unterschiedlichen Teilsystemen, um einen Gesamtsystemumfang auch dann versuchstechnisch darstellen zu können, wenn zunächst nur Teilsysteme auf verschiedenen Prüfständen verfügbar sind kann ein möglicher Lösungsansatz sein (Beispiel: Vernetzung von Motor und Getriebeprüfstand). Zur effizienten Bearbeitung der stetig wachsenden Flut von Messdaten ist die vollständige Implementierung einer vernetzten und lückenlosen Toolkette (Messen- Speichern-Auswerten) zwingend erforderlich, um den Prüffeldnutzern eine effiziente, zeitnahe und aussagekräftige Datenanalyse zur Verfügung zu stellen. Aufbauend auf 150 eigenen Prüfständen sowie der Erfahrung aus mehr als 300 realisierten Prüfstandinstallationenweltweit verfügt FEV über umfangreiche Expertise bei Konzeption, Planung Errichtung und Betrieb von zukunftsorientierten Prüfzentren.

Abb. 1: Prüffeld-Positionierung

Abb. 1: Prüffeld-Positionierung

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