MODULARISIERUNG ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

PERSIST: Die Komplexität in der Software-Entwicklung beherrschen

31. März 2016 | Software & Testing Solutions

Komplexität und Variantenvielfalt sowie umfangreiche Schnittstellen moderner Fahrzeuge erschweren die Software-Entwicklung nachhaltig. Nur mittels intelligenter System- und Software-Architekturen lässt sich eine zeitgerechte und sichere Bereitstellung von Steuerungssoftware für den Endkunden gewährleisten. Eine wichtige Rolle um die gestellten Herausforderungen zu beherrschen, spielen modulare Steuerungsbibliotheken. Hierfür hat FEV eine Software-Lösung etabliert, die in allen Projektphasen Anwendung findet.

>> BEI DER ENTWICKLUNG VON SERIEN-SOFTWARE WEIST AUTOSAR NOCH GROSSE LÜCKEN AUF



Unvollständige Standards

FEV arbeitet bereits heute in Kooperation mit den globalen Herstellern und Zulieferern nach dem gemeinsamen Architekturstandard AUTOSAR (Automotive Open Software Architecture). Bei der Entwicklung von Serien-Software weist dieser jedoch noch große Lücken auf. Basisfunktionen decken aktuelle Anforderungen in Bezug auf funktionale Sicherheit und Integration anderer Software-Systeme – beispielsweise Infotainment – nur unzureichend ab. Gleichzeitig müssen zur Unterstützung ausgelegte Werkzeuge oftmals umfangreich projektspezifisch angepasst werden. Vor allem jedoch sind anwendungsspezifische Steuerungsfunktionen kaum standardisiert und werden nach wie vor hersteller- und zuliefererspezifisch ausgelegt. Die Probleme von Komplexität, Variabilität und Kompatibilität verbleiben ungelöst.

Objektorientierte Abbildung von Steuerungsfunktionen

PERSIST setzt hier an, um den Architekturansatz von AUTOSAR konsequent für Anwendungsfunktionen anzuwenden. Basierend auf der umfangreichen Erfahrung in verschiedenen Serien-Softwareprojekten wurden Architektur-Entwicklungsrichtlinien festgelegt, die Entwickler von der Anforderungsdefinition bis hin zur Implementierung unterstützen. Auf Basis der durch AUTOSAR vorgegebenen Randbedingungen fokussieren diese eine objektorientierte Abbildung von Steuerungsfunktionen basierend auf dem physikalischen Aufbau des Systems. Die PERSIST-Bibliothek umfasst Funktionen für Otto- und Dieselmotoren, elektrifizierte Antriebe in verschiedenen Konfigurationen inklusive Batteriemanagementsystemen und Getriebeanwendungen.

Nachweislich leistungsfähig und effizient

„Durch die Anwendung in über 20 Projekten innerhalb der vergangenen fünf Jahre haben wir eine modulare Funktionsbibliothek kompiliert, welche die Komplexität in Serienprojekten handhabbar macht und die Testbarkeit erhöht“, erklärt Rainer Paulsen, Group Vice President Elektronik und Elektrifizierung. Auf dieser Basis konnten bereits Steuerungen für den kompletten Antriebsstrang erfolgreich umgesetzt werden. Zudem kann die FEV-eigene Steuerungserfahrung – sowohl über mehrere Projekte als auch für verschiedene Reifegrade vom Prototypen bis hin zu sicherheitsrelevanter Serien-Software – effizient zur Verfügung gestellt werden. Das Varianten- und Release-Management mit einem datenbankbasiertem Ansatz ist dabei in die Werkzeugumgebung ASSIST vollständig integriert.

„Durch diese Maßnahmen reduziert der durchgängige Ansatz von PERSIST nicht nur die Komplexität sondern ermöglicht auch die Handhabung exponentiell anwachsender Varianten und ermöglicht die Wiederverwendung von Funktionen über die einzelne Anwendung hinweg“, so Paulsen.

Persist_Übersicht

Zeit und Kosten sparen durch Wiederverwendbarkeit: Die durchgängige und wiederverwendbare PERSIST-Toolkette ermöglicht eine maßgeschneiderte Entwicklung eingebetteter Systeme über sämtliche Entwicklungsstadien.

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