Tief getaucht und exakt kartiert

Technology roadmapping: Wie die Experten von FEV Consulting die perfekte Technologie für ihre Kunden finden

3. Juni 2016 | Consulting

Technology Roadmapping ist seit Gründung der FEV Consulting im Jahr 2011 ein wesentlicher Pfeiler des Produktportfolios. Schon beim ersten Projekt der Firmengeschichte startete die Service Line mit rund 80 Technologien auf dem Radar und einer excelbasierten Lösung, mit deren Hilfe die FEV-Experten Technologien dokumentierten und Reports erstellten. Seitdem hat FEV Consulting den Ansatz des Technology Roadmapping stetig weiterentwickelt: Heute fußt die Datenbasis auf einer Datenbanklösung und umfasst mehr als 450 Technologien aus unterschiedlichen Bereichen des Antriebsstrangs und des Gesamtfahrzeugs.

Was ist FEV Technology Roadmapping?

Der FEV Technology Roadmapping Ansatz hilft dabei, das „fuzzy front-end“ eines Innovationsprozesses, also die Phase der frühen Technologieerkennung, zu strukturieren. In diesem Stadium befinden sich viele Technologien, die entweder in einer frühen Forschungsphase stecken, in einer ersten Konzeptphase oder schon in einer fortgeschrittenen Prototypenphase. Diese Technologien zu erkennen, zu beschreiben und zu bewerten gehört wesentlich zur frühen Technologieerkennung. Das fordert OEMs und Zulieferer zwar heraus, ist aber bei beiden von hoher Relevanz für strategische Entscheidungen.

Um Technologien zu erfassen – egal, ob in einer frühen Phase der Entwicklung oder bereits etabliert – ist der FEV Technology Roadmapping Prozess eine effiziente Lösung. Die FEV-Berater erörtern dabei typischerweise drei Kernfragen:

Welche Trends und Treiber beeinflussen aktuell und in Zukunft die Forschung und Entwicklung relevanter Produkte?
Welche relevanten Technologien oder Konzepte sind bekannt und welchen Einfluss haben sie?
Wann werden die Technologien sowohl eine technologische Reife als auch eine relevante Marktdurchdringung erreichen?

Für die Aufbereitung der Trends und Treiber werden sowohl übergreifende Megatrends sowie daraus resultierende spezifische Treiber analysiert. Dafür bedienen sich die Experten ihres globalen Netzwerks, besuchen entsprechende Fachvorträge und Messen, führen Interviews mit Schlüsselpersonen in der Industrie, bei Zulieferern und Endkunden oder analysieren Gesetzgebungen, die in den nächsten 20 Jahren wichtig werden können.

Im Rahmen eines Kundenprojektes stehen die spezifischen Randbedingungen und Anforderungen des Kunden im Vordergrund. Unter Berücksichtigung des individuellen Produktumfelds eines Kunden sowie seiner Kernkompetenzen und ggf. speziell gewünschter Technologiethemen werden in der Service Line Technologien identifiziert, die – entweder in Serienentwicklung oder gerade erst in einer frühen Forschungsphase – für den Kunden von besonderem Interesse sind. Hierzu werden in der Regel Interviews mit ausgewählten FEV Fachexperten geführt, Fachvorträge und Literatur analysiert sowie Konferenzen und Messen besucht. Für den Kunden werden diese Technologien dann standardisiert aufbereitet. Hierbei wird das Funktionsprinzip beschrieben, Vor- und Nachteile sowie Wechselwirkungen zu anderen Technologien herausgearbeitet und das Verwendungspotenzial in den unterschiedlichen Anwendungen von Pkw über Nutzfahrzeug bis hin zu Industrie-, Marine- oder Bahnanwendungen bewertet. Als ein wesentliches Herausstellungsmerkmal bietet die FEV Consulting ihren Kunden sogenannte „Technologie Deep Dives“ an, in denen ausgewählte Themen mit hohem technischen Tiefgang und zahlreichen Fallbeispielen aus Simulationen oder Messungen der FEV Experten ausgearbeitet werden. Abschließend werden Technologien hinsichtlich ihres Einflusses auf vordefinierte Technologiepakete anhand verschiedener, kundenspezifischer Kriterien und definierter Skalen bewertet. Die Kriterien umfassen u. a. Kraftstoffverbrauch, Emissionen, Leistung, Gewicht oder Kosten. Diese werden um individuell auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmte Kriterien wie z. B. Parameter im Abgassystem oder wichtige Randbedingungen für bestimmte Systemkomponenten ergänzt, um einen größtmöglichen Kundennutzen zu bieten.

Für die Ableitung der Technology Roadmaps werden auf Basis von Expertenworkshops sowohl die technologische Reife als auch mögliche Marktdurchdringungsszenarien diskutiert. Dies wird für verschiedene Applikationen (Pkw Benzin oder Diesel, Nutzfahrzeuge, Arbeitsmaschinen, etc.) und für verschiedene Regionen (Europa, USA, China, Japan, Indien, etc.) durchgeführt, so dass ein detaillierter Überblick verfügbar ist, welche Technologie sich in welcher Applikation, in welcher Region, in welchem Zeitraum und mit welcher Marktdurchdringung etablieren wird.

Technology Roadmapping

 

 

Neue Produktchancen dank Roadmapping und Deep Dives

Kunden haben das Technology Roadmapping in den vergangenen Jahren mehrfach dazu genutzt, neue Produktchancen zu identifizieren und zu bewerten. Dazu wählen die FEV-Berater Technologien aus, die für den Kunden attraktiv sein könnten – und zwar entweder, weil sie zu seinen Kernkompetenzen im Bereich der Produkte und/oder der Fertigungstechnologien passen, oder zu seiner strategischen Ausrichtung. Diese Auswahl treffen sie typischerweise nach der Technologiefrüherkennung im Innovationsprozess.

Um zu entscheiden, ob die Technologien das aktuelle Portfolio tatsächlich sinnvoll ergänzen, gibt es einen zusätzlichen, detaillierteren Bewertungsprozess ‒­ die Phase 2 umfasst eine Markt- und Branchenstrukturanalyse, in der die FEV unter anderem das Marktvolumen und Wachstumspotenzial aufzeigt, die Wettbewerbsintensität untersucht sowie eine Patentrecherche durchführt. Mit Hilfe der Ergebnisse können die Experten einschätzen, ob eine Technologie profitabel sein wird.

Parallel dazu prüfen sie die Technologie daraufhin, wie funktional sie sein wird, in der Regel durch einen intensiven „Technology Deep Dive“. Dieser erklärt detailliert, wie die Technologie funktioniert, welche Vor- und Nachteile es gibt, wie sie andere Technologien und Technologiekonzepte beeinflusst, welche Hauptwettbewerber existieren und welches mögliches Differenzierungspotenzial es mit dieser Technologie auf dem weltweiten Markt gibt. In Workshops benennen und dokumentieren die Berater gemeinsam mit dem Kunden bereits früh potentielle Produktideen bzw. –verbesserungen. Zusätzlich gleichen sie die erforderlichen Kompetenzen mit denen ab, die beim Kunden schon vorhanden sind und zeigen so Lücken auf.

Erweist sich eine Technologie danach weiterhin als vielversprechend, entwickelt die FEV ein Implementierungsszenario: Dabei entscheidet der Kunde zunächst über die eigene Wertschöpfungstiefe und mögliche Kaufteile sowie darüber, ob er selbst lieber ein Pionier bei der Markteinführung sein möchte oder vielleicht eher ein „Fast Follower“ oder ein „Me too“. Basierend auf dieser Einschätzung definieren die Berater dann, was wann zu tun ist in Hinblick auf Forschung und Entwicklung, Produktion und Einkauf sowie Vertrieb, um einen gewünschten Produktionsstart einzuhalten.

Im letzten Schritt kann das höhere Management auf Basis dieser Informationen entscheiden, wie die Entwicklung der Technologie im eigenen Haus zu finanzieren ist.

Roadmapping

Anzahl Roadmapping Projekte pro Jahr

Was hat der Kunde davon?

OEMs und Zulieferer weltweit nutzen die Ergebnisse des FEV Technology Roadmapping Prozesses in vielfältiger Weise: FEV befähigt den Kunden, technologische Entwicklungen über die Reife, die Marktrelevanz und den Einfluss auf andere Technologiekonzepte einschätzen zu können. So kann der Kunde zukünftige R&D-Budgets ableiten, neue Produktideen entwickeln, Marketingstrategien zielgerecht ausrichten oder auch neue Geschäftsfelder erschließen. In den Ergebnissen ist das Wissen aus knapp 40 Jahren FEV-Geschichte gebündelt – ein einzigartiges Herausstellungsmerkmal, das die hohe Qualität des FEV Technology Roadmapping unterstreicht.

Was hat sich seit 2011 getan?

Seit den Anfängen im Jahr 2011 hat sich der FEV-Technology Roadmapping Ansatz stetig weiterentwickelt, sowohl inhaltlich als auch funktional. Hat FEV 2011 noch mit knapp 80 Technologien und einer Anwendung begonnen, so umfasst die Datenbank aktuell mehr als 450 Technologien und eine Vielzahl von Anwendungen und Märkten. Die Experten haben in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich viele verschiedene Kunden weltweit beraten. Die Technologien befassen sich längst nicht mehr nur mit dem Motor an sich, sondern beinhalten auch Technologien aus den Bereichen Getriebe, alternative Kraftstoffe, unterschiedlichste Elektrifizierungskonzepte, Batterien und Brennstoffzellentechnologien oder aus dem Gesamtfahrzeug (etwa Leichtbautechnologien). Die Zahl der Applikationen ist ebenfalls gewachsen: Angefangen bei Landmaschinen befasst sich FEV nun mit Pkw (Benzin und Diesel), Nutzfahrzeugen, verschiedensten mobilen Arbeitsmaschinen, Lokomotiven, Marineapplikationen, Generatoren und auch Themen aus den Bereichen Luftfahrt und Windenergie.

CASE EXAMPLE: SEEKING AND FINDING THE IDEAL TECHNOLOGY

Alexander Gulden from thyssenkrupp on the necessity of building more efficient vehicles and how Technology Roadmapping helped the Group to implement new product ideas.

Dr. Gulden, thyssenkrupp, as an automotive industry supplier, is also active in the powertrain area. What challenges are you currently facing?

Dr. Alexander Gulden: Given that regulation makers are demanding a significant reduction of CO2 emissions, the vehicles have to become more efficient. To do this, we need new technologies. In addition to the well-known combustion engines, the hybrid drive is therefore becoming more and more important, as are electric vehicles.

How are you preparing for these topics?

Our mission is to identify projects for which we are able to provide our specific expertise and skills as a diversified technology group in order to generate added value for our clients from the automotive industry.

What role did FEV Consulting play in all this?

Dr. Gulden: We already knew FEV to be a skilled development partner. FEV Consulting combines the technical expertise of FEV with the abilities of a management consulting firm. The Technology Roadmapping concept that the consultants presented to us won us over. The evolution of the projects and the results confirmed our expectations.

Can you go into more detail? What particularly impressed you?

Dr. Gulden: Over the course of the project, we received a proven specialist perspective on development trends in powertrain technology. We have had in-depth technical discussions. We were thus able to compare our own assessments and discover new information. At the same time, the structured project approach made sure we did not lose sight of our goal. Out of a wide variety of product options, the consultants identified the most attractive ones for us in a step-by-step process using interesting workshops.

How is the project result helping you now?

Dr. Gulden: Out of more than 450 technology choices, FEV Consulting selected 7 that are attractive for us. In addition to the technical implementation, the market and competition situation was comprehensively assessed; product development processes were created. In doing so, all the necessary core competencies for development and production were established. This enabled us to clearly see which specialist areas within thyssenkrupp had to be involved. At the end of the day, that is our success – we now know how to successfully implement the selected new product ideas with our know-how.

Contact:
Dr. Michael Wittler
wittler@fev.com

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